20.01.2017: Nachdem noch zum Jahreswechsel die Überschwemmungsflächen in der Großen Grabenniederung weitgehend eisfrei und ein Anziehungspunkt für Singschwäne, nordische Gänse und Enten waren, sind diese Zeiten seit dem kurz nach Jahresbeginn einsetzenden stärkeren Frost leider vorbei. Die Grabenniederung ist komplett vereist, und auch der Gülper See ist (wie andere Seen) zugefroren. Fließgewässer sind noch (zumindest teilweise) eisfrei, hier kann man neben verschiedenen Enten immer wieder mal ein paar Gänsesäger antreffen.
Die Wasserstände sind mäßig hoch, so dass es in der Havelaue unterhalb Strodehne noch einzelne eisfreie Überschwemmungsbereiche gibt, ebenso am Rhin zwischen Gülper See und Rhinow, wo z.Z. viele Singschwäne übernachten. Diese äsen tagsüber auf diversen Ackerflächen, z.B. bei Strodehne oder Rübehorst.
Auffallend ist die gegenüber letztem Winter deutlich geringere Zahl an Raufußbussarden; dafür sind Kornweihen recht häufig zu beobachten.
19.02.2017: Der Winter ist vorerst zumindest vorbei. Er brachte kaum Schnee, aber viel Frost. Die Auswirkungen sind immer noch zu sehen; der Gülper See ist noch großteils vereist, und auch in der Großen Grabenniederung gibt es erst wenige offene Stellen abgesehen vom bereits völlig eisfreien Großen Graben.
Nun hat wieder der Vogelzug begonnen; Kraniche, Rotmilane, Kiebitze, Feldlerchen und Stare ziehen durch oder machen hier Rast, und man sieht auch wieder deutlich mehr nordische Gänse, vor allem Bläss- und Weißwangengänse. Jetzt ist auch die Chance wieder größer, in den Gänsetrupps die eine oder andere „Rarität“ zu entdecken, wie z.B. heute drei Kurzschnabelgänse südlich von Spaatz.