04.10.2015: Nachdem bereits am 30.9. sich die Zahl der nordischen Gänse gegenüber dem Vortag etwa verdoppelt hatte (und der Anteil der Blässgänse deutlich gestiegen war), sind inzwischen offensichtlich noch einmal tausende dazugekommen über 100.000 sind es jetzt, die sich im Westhavelland aufhalten! Und wie immer ist bei dem sonnig-trockenen Wetter, wie es derzeit herrscht, der Einflug um die Mittagszeit, wenn die Gänse Durst bekommen haben und wieder zum Gülper See kommen, auch nicht weniger beeindruckend als am Abend, wenn sie nach der Nachmittags-Äsung zum Übernachten auf dem See einfallen.
18.10.2015: Nun sind auch die ersten Raufußbussarde wieder da beispielsweise südlich von Gülpe kann man sie jetzt wieder in den Wiesen sitzen sehen. In der angrenzenden Großen Grabenniederung rasten tagsüber mehrere tausend Gänse, in der Mehrzahl sind es Blässgänse. Auch bei den auf dem Gülper See übernachtenden Gänsen (immer noch mehrere zehntausend) scheint der Anteil der Blässgänse inzwischen deutlich gestiegen zu sein.
03.11.2015: Der ungewöhnlich frühe Abzug der Kraniche hat sich fortgesetzt inzwischen übernachten gar keine mehr am Gülper See. Auch bei den nordischen Gänsen sind die Zahlen auffällig zurückgegangen: Am Wochenende waren es höchstens noch 5.000, die auf dem See die Nacht verbracht hatten. Was dabei interessant ist: Auf dem Westteil des Sees sind es überwiegend Blässgänse, auf dem Ostteil vor allem Saatgänse. Diese fliegen morgens fast alle nach Osten ab, während die Tageseinstände der Blässgänse in verschiedenen anderen Richtungen liegen (u.a. in der Großen Grabenniederung).
02.12.2015: Bereits seit mehreren Wochen halten sich wieder Sumpfohreulen zwischen Gülpe und Parey auf an der gleichen Stelle wie im letzten Winter (etwa auf der Höhe von Molkenberg). Bis zu drei waren es bisher; gestern Abend konnte ich zwei von ihnen wieder schön im Scheinwerferlicht betrachten. In der Großen Grabenniederung steigt das Wasser, und die Überschwemmungsflächen dehnen sich aus. Hunderte Blässgänse bleiben jetzt wieder ganztags hier, und zum Übernachten werden es noch erheblich mehr, sicherlich weit über 1.000. Auch einige hundert Graugänse sind dabei; Saatgänse sind dagegen deutlich in der Minderzahl. Zum Übernachten kommen außerdem Singschwäne (z.Z. ca. 40) und über ein Dutzend Silberreiher dazu. Auch Raufußbussard und Raubwürger sind weiterhin regelmäßig im Gebiet zu sehen.
23.12.2015: Auf dem Gülper See rasten seit Wochen mehrere tausend Enten, besonders Stock- und Pfeifenten. Dazwischen lassen sich mit etwas Geduld auch viele andere Arten entdecken, u.a. Spießenten, Zwerg- und Gänsesäger. In der Großen Grabenniederung ist das Wasser weiter gestiegen, und hier halten sich neben zahlreichen Saat- und Blässgänsen nun auch tagsüber mehr als 100 Singschwäne auf.