12.07.2015: Im Gülper See ist der Wasserspiegel weiter gefallen, die offenen Sand- und Schlickflächen am Südufer werden immer breiter ideal für die auf dem Weg in die Winterquartiere rastenden Limikolen (Watvögel) wie z.B. Kampfläufer oder Grünschenkel. Inzwischen sammeln sich hier auch bereits wieder Kraniche zum Übernachten über 100 waren es gestern am „traditionellen“ Schlafplatz im Südosten des Sees. Die ersten Weißstörche werden flügge, ebenso wie die Fischadler.
10.09.2015: Nach fast zwei Monaten wird es höchste Zeit für aktuelle Meldungen. Die Zugzeit ist voll im Gange, viele Brutvögel sind bereits abgezogen, wie z.B. Störche und Schwarzmilane, und Durchzügler sind schon seit vielen Wochen zu beobachten, v.a. Limikolen (= Watvögel). Bei letzteren ist die „Hauptsaison“ allerdings schon wieder vorbei; momentan rasten noch hauptsächlich Alpenstrandläufer und Flussregenpfeifer. Auf dem Gülper See sammeln sich neben den nach wie vor dominierenden Graugänsen immer mehr Enten und Blässhühner sowie zur Übernachtung Kraniche (die ersten nordischen sind eingetroffen) und Silberreiher. Und die Brunftzeit der Rothirsche hat begonnen: Abends ist ihr Röhren in den Niederungen und Wäldern östlich des Sees zu hören.
29.09.2015: Der ornithologische Jahreshöhepunkt steht wieder kurz bevor jedenfalls was die Zahl der rastenden Vögel betrifft. Heute sind hunderte Kraniche aus den nordosteuropäischen Brutgebieten und tausende Saatgänse aus NW-Russland angekommen. Mindestens 20 oder 30 Tausend Gänse sind nun da und weit über 5.000 Kraniche, und der Zuzug wird sich in den nächsten Tagen noch fortsetzen besonders morgen, da dann noch einmal Nordostwind angekündigt ist.