01.07.2014: In den Gräben der Großen Grabenniederung ist das Wasser gefallen dank des wenig sommerlichen Wetters sind aber die größeren der abflusslosen Senken immer noch mit Wasser gefüllt und nun ein Paradies für Enten und Limikolen (Watvögel). Gerade in der Lache direkt vor dem Beobachtungsturm wimmelte es gestern Abend geradezu von Krickenten, Kiebitzen, Kampfläufern und Bruchwasserläufern. Auch Kraniche sind hier nach wie vor zu beobachten, inzwischen auch das erste Paar mit einem gerade flüggen Jungvogel.
27.07.2014: Hitze und niedrige Wasserstände zeigen nun Wirkung: Die Große Grabenniederung ist nahezu trocken; entsprechend sind hier kaum noch Vögel zu beobachten. Unterdessen sammeln sich am Gülper See bereits wieder mindestens 250 Kraniche zum Übernachten. Die meisten stehen aber nicht auf dem „traditionellen“ Schlafplatz vor der Prietzener Landzunge, sondern in einer flachen Bucht im Südosten. Diese ist von den Prietzener Dünen aus nur schlecht einzusehen; viel besser geht das (wenn auch aus größerer Entfernung) vom Deich beim Schöpfwerk am Bärengraben, nordöstlich des Sees. Nur von hier aus sind auch die mittlerweile über 60 Silberreiher zu sehen, wenn sie sich ebenfalls in dieser Bucht sammeln, bevor sie zu ihren Schlafplätzen in einem Wald abseits des Sees fliegen.
12.09.2014: Nachdem zwischenzeitlich der Wasserstand im Gülper See recht niedrig war und die Kraniche ihren bevorzugten Schlafplatz vor der Prietzener Landzunge benutzen konnten, ist das Wasser inzwischen aus unerklärlichen Gründen wieder deutlich gestiegen, und die Kraniche sind erneut dazu übergegangen, in den Schilfbuchten am Ost- und Westende des Sees zu übernachten. Ihre Zahl ist mittlerweile auf über 1.500 gestiegen, nachdem nun der Zuzug der nordischen Artgenossen begonnen hat.
16.09.2014: Wohl bedingt durch die gerade herrschende Ostströmung gibt es bei den Kranichen derzeit starken Zuzug aus den nordischen Brutgebieten; gestern Abend kamen schätzungsweise etwa 3000 zum Schlafplatz am Ostende des Gülper Sees (das Westende scheint kaum noch zur Übernachtung genutzt zu werden). Auch die ersten Saatgänse sind da, mindestens 100 konnte ich gestern Mittag auf dem See beobachten.
18.09.2014: So schnell kann sich das ändern: Obwohl der Wasserstand im Gülper See nicht wesentlich gesunken zu sein scheint, übernachten die meisten Kraniche nun doch wieder auf ihrem „Lieblingsplatz“ vor der Prietzener Landzunge. Der Zuzug aus Nordost hält unvermindert an: Inzwischen dürfte die Zahl von 4.000 überschritten sein. Tagsüber hat man nördlich des Sees, in der Feldflur zwischen Kietz und Strodehne, gute Chancen, Kraniche zu beobachten.