06.04.2014: Endlich sind die ersten Rauchschwalben da! Und die erste Klappergrasmücke sang bei uns in der Hecke. In der Großen Grabenniederung gibt es nun wieder abends Interessantes zu hören: Rotschenkel, Bekassine, Wasserralle und Tüpfelsumpfhuhn balzen. Und in der Havelaue nordwestlich von Parey, exakt an der selben Stelle wie vor drei Jahren, singt wieder ein Blaukehlchen.
23.04.2014: Zwischenzeitlich schienen kaum noch Enten in der Großen Grabenniederung zu sein aber heute waren es doch wieder etliche hundert, vor allem Löffel-, Krick- und Schnatterenten. Und nun sind hier doch noch Rothalstaucher „aufgetaucht“, dazu waren auch noch zwei Schwarzhalstaucher da. Unterdessen hat die Limikolen-Saison so richtig begonnen außer den quasi „obligatorischen“ Kampfläufern (heute ca. 80!) vor allem Bruchwasserläufer, Grünschenkel und Dunkle Wasserläufer.
07.05.2014: In der Großen Grabenniederung gibt es immer noch große Lachen, die meisten sehr flach und teilweise mit breiten Schlickufern. Ideale Verhältnisse für die „Limikolen“ (Watvögel), die hier zur Zeit zahlreich rasten; am häufigsten Bruchwasserläufer und Dunkle Wasserläufer. Auch immer mehr Kraniche (inzwischen mindestens 300) nutzen die Wasserflächen, allerdings weniger für die Nahrungssuche als vielmehr zum Übernachten. Die meisten Enten sind dafür jetzt abgezogen, hauptsächlich sieht man noch Schnatter-, Stock- und Knäkenten.
23.05.2014: Während die Nester der Weißstörche in der Brutzeit meist leer zu sein scheinen (nur bei genauem Hinsehen kann man gerade noch einen kleinen weißen Kopf erkennen, der oben herausschaut), kann man jetzt wieder öfter einen Storch auf dem Nest stehen sehen, nicht selten mit gesenktem Kopf: Der Nachwuchs ist da. Bei den Graugänsen sind die Jungen derweil kräftig gewachsen, manche sind schon fast so groß wie ihre Eltern. Die Zugzeit der Vögel geht ihrem Ende entgegen, was besonders in der Großen Grabenniederung zu bemerken ist, wo trotz bester Rastbedingungen außer den ansässigen Kiebitzen und Rotschenkeln kaum noch Limikolen zu beobachten sind; auch bei den Enten hat sich das Artenspektrum deutlich geändert, am häufigsten sind jetzt Stock- und Schnatterenten. Außerdem halten sich hier nun viele Höckerschwäne, Blässhühner und Lachmöwen auf. Kraniche scheinen es dagegen wieder deutlich weniger zu sein was allerdings auch daran liegen kann, dass sie sich hauptsächlich in hoher Vegetation aufhalten und viele wohl gar nicht zu sehen sind. Und besonders auffallend: Trotz des warmen Frühjahrs sind bisher erst wenige Libellen unterwegs.
23.06.2014: Wie so oft in den vergangenen Jahren brüten auch heuer wieder Weißbart-Seeschwalben in dem noch teilweise gefluteten Polder „Trübengraben“ südöstlich von Havelberg zusammen mit Lachmöwen und Schwarzhalstauchern. Sehr wahrscheinlich sind auch Rothalstaucher dabei, aber ich hatte nur wenig Zeit zum Beobachten. Von der Straße aus (L2 Havelberg Jederitz) ist die Kolonie prima einzusehen allerdings recht weit entfernt, ein Spektiv sollte man also schon dabeihaben …