11.10.2009: Diesmal hat es länger gedauert: Erst in den letzten Tagen ist die "Masse" der nordischen Gänse angekommen zu Tausenden bevölkern jetzt wieder die Saat- und Blässgänse die Gegend um den Gülper See und lassen die Landwirte um ihre Wintersaat bangen. Auch viele tausend Kraniche (ich konnte sie noch nicht zählen) sind immer noch da und verbringen die Nächte bei Prietzen im See, dessen Wasserstand allmählich ansteigt.
12.10.2009: Nach den starken Regenfällen der letzten Tage ist der Wasserstand im Gülper See deutlich angestiegen, die Schlickflächen sind weg, und es gibt keine Limikolen mehr. Die Kraniche stehen nun schon ziemlich tief im Wasser, trotzdem übernachten noch tausende bei Prietzen. Viel beeindruckender sind jedoch inzwischen die Scharen der Saat- und Blässgänse, die abends hier einfallen. Die meisten kommen zur Zeit von Nordosten und Osten eingeflogen, gute Stellen zum Genießen dieses Schauspiels sind die Dünen bei Prietzen (bitte Auto am Ortsrand abstellen!) und das Schöpfwerk am Bärengraben.
24.10.2009: Inzwischen übernachten keine Kraniche mehr auf dem Gülper See der Wasserstand ist zu hoch (außerdem ist ein Teil bereits abgezogen). Auch die Zahl der Gänse ist wieder zurückgegangen die nordischen Saat- und Blässgänse sind teilweise schon weitergezogen, und auch die Graugänse machen sich nach und nach auf in ihre Winterquartiere. Wenn tagsüber die meisten Gänse auf den Feldern und Wiesen der Umgebung äsen, fallen die anderen Gäste auf dem See um so mehr auf: Viele hundert Enten rasten hier bereits wieder, zur Zeit vor allem Pfeif- und Krickenten. Auch die ersten Gänsesäger sind mittlerweile angekommen.
16.11.2009: Auf dem Gülper See ist es wieder still geworden - nur noch wenige tausend Gänse verbringen hier die Nacht. Dafür lassen sich jetzt zahlreiche Enten beobachten, vor allem hunderte Pfeifenten, aber auch Löffel-, Schell- und Tafelenten, außerdem viele Gänsesäger. Auch mehrere Dutzend Silberreiher sind hier nach wie vor zu sehen. Kraniche gibt es im Bereich des Sees dagegen keine mehr (auch die Brutreviere sind jetzt verwaist) bei Wöplitz (rechts der Havel kurz vor Havelberg) übernachten aber immer noch einige hundert auf ihrem traditionellen Schlafplatz.
20.11.2009: Zur Zeit sind hier sehr viele durchziehende und rastende Wacholderdrosseln zu sehen; Kiebitze dagegen nur noch wenige, die meisten scheinen weitergezogen zu sein. In der Großen Grabenniederung sind jetzt regelmäßig einzelne Raufußbussarde zu beobachten, außerdem mehrere Silberreiher und mehrere tausend nordische Gänse, die in den überfluteten Bereichen übernachten.
03.12.2009: Der Kälteeinbruch der letzten Tage (mit den ersten Nachtfrösten seit Wochen) hat offensichtlich auch wieder mehr nordische Gänse „mitgebracht“. Interessanterweise bevorzugen momentan die Saatgänse anscheinend die überstauten Wiesen im Grützer Bogen zum Übernachten, während die Blässgänse lieber im Pareyer Luch nächtigen. Hier sind inzwischen auch die ersten überwinternden Singschwäne eingetroffen.
14.12.2009: Nun ist der Winter „richtig“ da und mit ihm die Singschwäne. Schätzungsweise etwa 400 halten sich tagsüber in der Feldflur zwischen Sieversdorf und Dreetz auf (dazu mehrere tausend Saat- und Blässgänse); der Schlafplatz liegt zur Zeit in einer teilweise überfluteten Senke nordwestlich von Kleinderschau. Mit der angekündigten Frostverschärfung werden sie sich wohl einen neuen suchen müssen …
24.12.2009: In der Großen Grabenniederung sind mittlerweile weite Flächen überflutet aber durch den scharfen Frost des letzten Wochenendes auch zugefroren; ebenso der Gülper See und alle anderen „richtigen“ Stillgewässer. Wie immer in diesem Fall übernachten die Gänse und Schwäne in den noch eisfreien Fließgewässern Havel, Dosse und Rhin.